Ellinghaus geht bei Gottesdienst auf Geschichte des Marktes ein

Am Anfang der Messe berichtete Propst Schwerhoff, dass es den Stoppelmarkt-Gottesdienst bereits seit 65 Jahren gebe.

Rund 400 Gläubige haben den traditionellen Stoppelmarkt-Gottesdienst am Sonntagmorgen (16. August) gefeiert. Schaustellerpfarrer Sascha Ellinghaus empfing die Gläubigen gemeinsam mit Vechtas Propst Christoph Schwerhoff in Kühlings Niedersachsenzelt.

Am Anfang der Messe berichtete Propst Schwerhoff, dass es den Stoppelmarkt-Gottesdienst bereits seit 65 Jahren gebe: „Ich weiß nicht, ob Sie damals schon dabei waren, aber vielleicht blicken Sie ja auf eine 65 Jahre alte Tradition zurück.“

Ellinghaus ging auf die besondere Bedeutung des Stoppelmarktes für die Region ein. 1577 wurde der Markt wegen der Pest auf die Stoppelfelder vor der Stadt verlegt. Hier zeige sich, wie aus einer schlechten Situation auch etwas Gutes entstehen könne. „Die notwendige Verlegung wurde zur Tradition“, erzählte Ellinghaus. Aus dem scheinbaren Ende sei ein neuer Anfang entstanden.

Ellinghaus thematisierte auch auf die Symbolik der Stoppelfelder. „Das Stoppelfeld zeugt von Dankbarkeit, was gelungen ist und Frucht getragen hat“, sagte Ellinghaus. Auch der Stoppelmarkt sei die Frucht der Arbeit vieler Leute. „Von einem leeren Feld zu einer kleinen Stadt kommt man nicht mit einem Knopfdruck“, betonte der Schaustellerpfarrer. Er dankte allen Menschen, die den Stoppelmarkt möglich machen für ihre Arbeit.

Das Kolpingorchester Vechta begleitete den Gottesdienst musikalisch.

Die Besucher des Gottesdienstes sitzen auf weißen Stühlen.
Der Gottesdienst erfreut sich aufgrund seiner besonderen Atmosphäre großer Beliebtheit. ©Mos Bild Fotografie – Mo Samir im Auftrag der Stadt Vechta (honorarfrei)