Silke Müller und Bürgermeister Kater eröffnen Stoppelmarkt

Nach dem Empfang begleiteten sie den Stoppelmarkt-Umzug mit rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Vechta feiert sechs Tage Stoppelmarkt. Am Donnerstagabend (13. August) um 18:53 Uhr haben die Bestsellerautorin Silke Müller und Bürgermeister Kristian Kater eines der größten Volksfeste im Norden eröffnet. Die erste Niedersächsische Botschafterin für Digitalisierung war in diesem Jahr Ehrengast bei allen feierlichen Anlässen der Stadt Vechta zur Markteröffnung. Bis Dienstag (19. August) werden hunderttausende Besucherinnen und Besucher auf der Westerheide erwartet.

Vor dem Start der fünften Jahreszeit kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum traditionellen Empfang im Rathaus. „Wenn man in diesen Tagen das Wort ,Stoppelmarkt‘ ausspricht, merkt man sofort, wie es die Menschen elektrisiert und sieht, wie es Groß und Klein ein Lachen aufs Gesicht zaubert“, sagte Kater. „Es gibt es wohl kaum jemanden aus unserer Region, der nicht mindestens eine ganz persönliche Stoppelmarkt-Geschichte erzählen könnte.“

Das treffe auch auf Silke Müller zu. Sie stammt gebürtig aus Twistringen und ging in Vechta zur Schule. Auf dem Stoppelmarkt lernte sie ihren Mann kennen und lebt seit 2010 in Wildeshausen. „Man könnte also sagen: Der Stoppelmarkt bringt Menschen zusammen – und manchmal lässt er sie nicht mehr los. Allein deshalb bist du heute schon genau der richtige Ehrengast“, sagte Kater.

Silke Müller gebe seit vielen Jahren Menschen Orientierung in einer Welt, die sich immer schneller verändere. In der Leitung der Waldschule in Sandkrug (2009 bis 2025) habe sie früh erkannt, dass es bei der Digitalisierung nicht nur um Tablets und WLAN gehe, sondern um Verantwortung, Medienkompetenz und Werte. Kater begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Schulleiterinnen und Schulleiter der Vechtaer Schulen sowie den Stadtelternrat, die er zum Empfang eingeladen hatte.

Müller ging in ihrer Rede zunächst auf ihr persönliches Verhältnis zum Stoppelmarkt ein. Sie erinnere sich noch daran, wie sie vor 21 Jahren ihren Mann irgendwo zwischen dem Lohner Zelt und der Niedersachsenhalle kennenlernte. Er sei zu spät gekommen, weil er mit einer anderen Frau noch ein Bier habe trinken müssen. Müller selbst habe er ein Lebkuchenherz geschenkt. Auch erinnere sie sich gut an die Fahrten mit dem Bus aus Twistringen, bei denen auch schon mal Ponys vom Pferdemarkt zu den Fahrgästen gehörten.

Silke Müller betonte die zusammenbringende Kraft des Stoppelmarktes: „Wir brauchen in dieser immer verrückter werdenden Welt den Stoppelmarkt und das Stoppelmarkt-Feeling mehr denn je.“ In der Gesellschaft und im Netz seien die negativen Stimmen oft viel zu laut, während die Menschen auf dem Stoppelmarkt Freundlichkeit ausstrahlen. Hier gebe es ein lautes fröhliches Miteinander. Deswegen sei der Stoppelmarkt „nicht für die Region, sondern für alle ein echtes Geschenk“, betonte Müller. Sie rief dazu auf nicht nur an Stoppelmarkt, sondern jederzeit die „beste Version von sich selbst“ zu sein.

Als Autorin prägt Silke Müller die öffentliche Debatte zu den Themen Social-Media und Digitalisierung maßgeblich. Ihr Buch „Wir verlieren unsere Kinder“ (2023) stieg direkt auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und erscheint inzwischen auch international. Sie ist regelmäßiger Gast in überregionalen Zeitungen, Magazinen, Fernsehformaten, Podcasts und Radiotalks.

Nach dem Empfang begleiteten Silke Müller, Kristian Kater, die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und die Landtagsabgeordnete Tanja Meyer den Stoppelmarkt-Umzug mit rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Umzug führte – an zehntausenden Zuschauerinnen und Zuschauern vorbei – von der Innenstadt zum Stoppelmarktgelände, dem Herzen Vechtas während der fünften Jahreszeit. Diese hat nun begonnen.